Passt ein TWH in Ihr Leben?

Tschechoslowakischer Wolfhund

Nur wenn Sie sich mit den genannten Eigenschaften dieses Hundes abfinden können und bereit sind, die nächsten 15 oder mehr Jahre täglich etwa 3 Stunden mit ihm im Freien zu verbringen, dann ist der TWH das Richtige für Sie. Entgegen vielfachen Vorurteilen ist ein wolfsähnliches, scheues Verhalten bei dieser Rasse absolut unerwünscht und wurde von Anfang an durch Zuchtselektion bekämpft. Der Tschechoslowakische Wolfhund wurde als Diensthund gezüchtet und soll ein Wesen aufweisen, das ihn dazu befähigt. Welpen sind normalerweise aufgeschlossen bis überschwänglich, erwachsene Hunde verhalten sich meist eher reserviert Fremden gegenüber, sollten aber keinesfalls ängstlich sein.

Trotzdem stellt er, was Erziehung und Ausbildung angeht, höhere Anforderungen an seinen Ausbildner. Stumpfer Drill liegt ihm nicht, denn er langweilt sich schnell. Für einen Besitzer oder Ausbildner, den er nicht respektiert, arbeitet er nicht. Da er das Problemlösungsverhalten des Wolfes hat, fallen ihm auch immer wieder neue Taktiken ein, um sich unerwünschten Situationen zu entziehen. Stellt sich der Ausbildner jedoch auf seinen Charakter ein, ist er für alle Aufgabenbereiche eines Gebrauchshundes geeignet. Aufgrund seines weit überdurchschnittlichen Geruchssinnes und seiner extrem guten Körperkoordination können schon Welpen Situationen meistern und Hindernisse überwinden, die bei anderen Rassen auch für erwachsene Hunde unbezwingbar sind.

Tschechoslowakischer WolfhundRüde oder Hündin?

Vergessen Sie zuerst die weit verbreitete Meinung, dass Hündinnen anschmiegsamer und leichter lenkbar seien als Rüden. Diese Behauptung mag vielleicht auf manche Hunderassen zutreffen, für TWH-Hündinnen stimmt sie aber nicht. Sie sind ebenso selbstständig wie die Rüden. Eine Hündin ist in der Regel nur einmal im Jahr, im Spätherbst bis Frühjahr, läufig (ein weiteres Erbe der direkten Wolfsahnen). Bei guter und richtiger Fütterung kann es aber gut geschehen, dass die Hündin zweimal im Jahr läufig wird. Sie hat dann zwei bis drei Wochen mehr oder weniger starken blutigen Ausfluss aus der Scheide. Während dieser Zeit ist sie paarungsbereit und damit für Rüden sehr interessant. Das bedeutet, man muss sie besonders gut beaufsichtigen, damit sich kein unerwünschter Nachwuchs einstellt.

Welpe oder erwachsener Hund?

Für den Welpen spricht vieles. Sie können sich den Züchter aussuchen, Sie kennen Ihren zukünftigen neuen Hausgenossen schon Wochen, bevor er zu Ihnen kommt. Sie kennen seine Mutter, vielleicht auch den Vater und können alle Fragen mit Ihrem Züchter bereden. Sie erleben sein Heranwachsen und können durch Erziehung auf seine Entwicklung Einfluss nehmen Wenn Sie sich für einen Welpen entscheiden, bedeutet dies anfangs auch einen enormen Zeitaufwand. Besonders in den ersten neun Monaten barucht der Welpe sehr viel Zeit. Schliesslich kommt der kleine sozusagen als unbeschriebenes Blatt zu Ihnen. Die ganze Erziehungsarbeit ist Ihre Aufgabe. Anders sieht es aus, wenn Sie einen erwachsenen Hund in Ihre Familie aufnehmen. Er braucht besonder am Anfang viel Zuwendung und Geduld. Wenn Sie ein Neuling auf dem Gebiet der Hundehaltung sind, kann ein erwachsener Hund Sie möglicherweise überfordern. Wenn Sie sich aber nicht dem lebhaften Treiben eines Welpen aussetzen möchten, dann ist ein erwachsener TWH eine Alternative.

Tschechoslowakischer Wolfhund

Hund und Kind

TWH verhalten sich Kinder gegenüber freundlich. Kinder haben beim Tschechoslowakischem Wolfhund die gleiche Stellung wie Welpen. Sie können oft mit ihm tun, was ein Erwachsener nicht tun dürfte. Allerdings müssen Kinder einige Grundsätze befolgen: Den Hund nicht stören oder ärgern. Er wird sie zwar als Rudelgenossen betrachten, ihre Kommandos aber kaum befolgen.

TWH und andere Haustiere

Andere Haustiere nimmt der TWH mit in sein Rudel auf. Auf Spaziergängen sollte man sein Drang zum Jagen unter Kontrolle bringen. Die Chance auf ein friedliches Miteinander sind ausserdem um so grösser, je jünger die Hunde sind.